das mit ihr erhaltene Geld zurück erstatten wollte. Esstand auch den Bewohnern der andern Ortschaften frey,herbey zu kommen und zu kaufen. Allein diese herr-liche Sitte besteht nun nicht mehr, und in neuern Zei-ten hat man blos darauf gehalten, dafs die Jungfrauennicht mifshandelt, oder in eine fremde Stadt geführtwürden; denn übrigens steht es nun einem jeden Bür-ger, der bey einer Erobrung seines Wohnorts imKriegeviel gelitten hat, oder ganz um das Seinige gekommenist, so dafs er nun Mangel leidet, frey, seine weibli-chen Kinder mit ihrem Leibe Gewerb treiben zu lassen.
Eine andere sehr weise Sitte ist diese, dafs sie ,197weil sie keine Aerzte haben, ihre Kranken auf denöffentlichen Markt bringen. Dort berathschlagen sichdenn die Hinzukommenden wegen der Krankheit, obvielleicht einer unter ihnen eine ähnliche gehabt, odereinen andern gesehen hat, der damit behaftet war, undsagen dann, was sie selbst zu ihrer Genesung gebrauchtoder durch was für Mittel sie einen andern davon ge-heilt werden sahen. Stillschweigend und ohne sichnach der Krankheit erkundigt zu haben, dürfen sienicht an dem Leidenden vorüber gehen.
Ihre Todten legen sie in Wachs, und betrauern sieigSauf dieselbe Weise, wie die Aegypter. — So oft einMann seiner Frau beygewohnt hat, zündet er Rauch-werk an und setzt sich daneben, und seine Frau setztsich ihm gegen über und thut das nämliche. Bricht her-nach der Tag an, so steigen sie beyde ins Bad, dennehe sie sich gereinigt haben, berühren sie kein Gefäfs,Das nämliche thun die Arabier.