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ein Adler, oder sonst etwas ähnliches, gebildet ist. DennStöcke ohne solche Abbildungen ■pflegen sie gar nichtzu tragen.
196 Unter ihren verschiedenen Gebräuchen hat mir fol-gender, den man auch bey den Enetischen Illyrern fin-den soll, der weiseste geschienen. In jedem Dorfe ka-men jährlich einmal alle mannbarenjungfrauen an einenOrt zusammen, und eine Menge von Männern stelltesich um sie her. Dann verkaufte sie ein Ausrufer alleeinzeln den Meistbietenden und zwar die Schönste vonallen zuerst und darauf, wenn diese um vieles Geldabgegangen war, die nächste an Schönheit nach ihr.Sie wurden nämlich blos für die Ehe verkauft, unddie reichen, ehelustigen Babylonier überboten einander,nahmen so die Schönsten immer vorweg, während dasgemeine Volk, welches auch heyrathen wollte unddoch um eine schöne Bildung nicht viel gab, die Häfs-lichen und noch Geld dazu bekam. Denn so bald derAusrufer die wohlgebildeten Mädchen verkauft hatte,bot er gleich die mifsgestaltetste oder eine ganz ver-wachse an, fragte, wer sie für das wenigste Geld zurEhe nehmen wollte und gab sie dem, der am wenigstenfederte. Das Geld zu dieser Ausstattung löste man ausdem Verkauf der schönen Mädchen, so dafs also diewohlgebildeten die mifsgestalteten versorgten. Es warkeinem erlaubt, weder seine Tochter einem jeden, demer wollte, zur Ehe zu geben, noch ein verkauftesMäd-chen weg zu führen, ohne zuvor Bürgen gestellt zu
~ haben, dafs er entweder das Mädchen zur Ehe behal-ten, oder im Fall man sich nicht zusammen vertrüge,