Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
148
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dertheil daran, sondern bilden sie rund, wie einenSchild, und überdecken sie mit Stroh. Sind sie dann mitWaaren belastet, so lassen sie sie dem Strome folgen.Meistens fuhren sie Wein in Fässern aus Palmenholznach Babylon, und die Fahrzeuge werden durch zweyaufrechtstehende Männer mit Ruderstangen, wovon dereine das Ruder an sich zieht, und der andere von sichabstöfst, gelenkt. Die Schiffe werden theils gröfser,theils kleiner verfertigt; die gröfsten fuhren Lasten vonfünftausend Talenten. In jedem Schiffe befindet sichein lebendiger Esel und in den gröfsern mehrere.Denn wenn sie in Babylon angelangt sind, und ihreLadung ausgeschifft haben, verkaufen sie das Holzwerkden Meistbietenden, laden die Häute auf die Esel undtreiben diese nach Armenien zurück. Es ist nämlichwegen der Stärke des Stroms ganz unmöglich, denFlufsaufwärts zu fahren, und dies ist auch der Grund,warum sie die Schiffe nicht von Holz, sondern vonHäuten machen. So bald sie mit ihren Eseln nach Ar- .menien zurück gekommen sind, machen sie dort aufdie nämliche Weise neue Schiffe.

Zu ihrer Kleidung bedienen sie sich eines leinenem95Untergewandes, welches ihnen bis auf dieFÜfse reicht,und über dieses tragen sie einen wollenen Rock undeinen kleinen Mantel. Ihre Schübe sind ihrem Landeeigenthümlich und den Böotischen Pantoffeln ähnlich.Sie lassen ihre Haare wachsen, und halten sie durchBinden zusammen. Sie salben den ganzen Körper, undjeder trägt einen Siegelring und einen künstlichen Stab,dessen Knopf wie ein Apfel, eine Rose, eine Lilie,