*47
deinen, ist von allen Ländern, die wir kennen, beyweitem das beste für der Demeter Frucht. Denn diesegeräth dort so vortrefflich, dafs sie die Einsaat immerzweyhundertfältig und, wenn sie sich selbst übertrifft,dreyhundertfältig wiedergiebt. Die Blätter des Wal-zens und der Gerste werden oft vier Finger breit undwie der Hirsen und Säsam zu Baumesgröfse gelangt,will ich, obgleich ich es wohl weifs, gar nicht ein-mal sagen, weil mir bekannt ist, dafs Leute, die nichtselbst in Babylonien waren, gar nicht glauben können,was man von den Früchten jenes Landes erzählt. —Die Babylonier haben kein Olivenöl, sondern bereitenes alle aus dem Säsam. Ihre Felder sind mit Palmenbewachsen, die meistens Früchte tragen und ihnenSpeise, Wein und Honig geben. Sie ziehen sie nachArt der Feigen und binden die Frucht der, von denHellenen so genannten, männlichen Palme an die Dat-tel-Palmen, damit der Psen *) in sie hineinkrieche unddas Abfallen derselbe verhüte.194 Nun will ich von Dingen erzählen, die mich, nachder Stadt selbst, am meisten mit Bewundrung erfüllthaben. — Die Schiffe, die den Strom hinab nach Baby-lon gehen, sind alle rund und aus Häuten verfertigt.Denn wenn sie in Armenien, einem Lande, welchesoberhalb Assyrien liegt, das Geribbe der Schiffe ausWeidenholz gemacht haben, überziehen sie auswärtsden Boden mit Häuten, wie man einen Fufsboden über-zieht, machen aber kein besonderes Hinter- oder Vor-
*) Denn die Frucht der männlichen Palme enthält den Pseneben so wie die Feige.
K 2