Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
144
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Gyndes nach der Schnur hundert und achtzig Kanäleabstechen, und diese durch verschiedne Haufen seinesHeeres ausgraben. Auch ward das Werk bey der Mengevon Menschen, die daran arbeitete, wirklich vollen-det- aber er verlor durch diesen Aufenthalt den ganzen

Sommer.

Nachdem er denGyndesstrom durch diese Tbeilungigoin drey hundert und sechszig verschiedne Kanäle ge-straft hatte, zog er nun, so bald der nächste Früh-ling hervorglänzte, gegen Babylon. Auch die Baby-lonier zogen ins Feld und erwarteten ihn. Es kam beyseiner Annäherung gegen die Stadt zum Treffen, unddie Babylonier wurden besiegt und in die Stadt einge-schlossen. Weil sie aber schon längst gesehen hatten,dafs Cyrus nicht ruhig bleiben konnte, sondern einVolk nach' dem andern angriff, hatten sie die Erndtenvon vielen Jahren in die Stadt zusammen geschleppt,so dafs sie sich um eine Belagerung nicht kümmerten,und Cyrus befand sich in der That in grofser Verlegen-heit, da er viele Zeit verlohr, und um gar nichts wei-ter kam. Endlich, es mochte es ihm nun ein an-191drer, um ihn aus der Verlegenheit zu reifsen, unterde Fufs gegeben haben, oder er mochte auch selbstzuerst daran gedacht haben, gab er seinem ganzenHeere Befehl, sich theils dort, wo'der Flufs in dieStadt tritt, theils dort, wo er wieder daraus hervorkommt, zu versämmlen, um, wenn sie sehen wür-den, dafs das Wasser zu durchwaten wäre, in dieStadt einzudringen. Sobald er diesen Befehl ertheilt,und das Heer auf diese Weise gestellt hatte, gieng er

' selbst