Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
110
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findet man, dafs dies nicht etwa nur bey einigen Na»

imen statt findet, und bey andern wieder nicht, sondern

dafs es bey allen durchgehends zutrifft.

So viel kann ich mit Zuverläfsigkeit von den Sit-140ten der Perser sagen. Aber man erzählt auch noch ei-niges, nur heimlich und mit wenigerer Gewifsheit, vonden Leichnamen ihrer Verstorbenen. Nämlich diesewinden nicht eher begraben, bis ein Vogel oder einHund daran gezogen hätte. Dafs die Mager dies thun,weifs ich gewifs; denn sie thun es öffentlich. Uebri-gens überstreichen die Perser ihre Todten mit Wachs. Die Mager zeichnen sich sehr von allen andernMenschen aus, und so auch von den AegyptischenPriestern; denn bey diesen ist es ein heiliger Ge-brauch, aufser den Opferthieren, nichts lebendiges zutodten, da die Mager hingegen alles mit eigner Handumbringen, ausgenommen Hunde und Menschen, undsich es gar zur grofsen Ehre rechnen, Ameisen, Schlan-gen, und alles, was kriecht und fliegt, zu tödten.So folgt man in diesen Dingen dem alten Gebrauch;und nun will ich in meiner Erzählung wieder fort-fahren.