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Sie "behaupten, dafs nie ein Mensch, weder seineMutter noch seinen Vater umgebracht hätte, und sooft etwas ähnliches vorgefallen wäre, hätte es sich ge-■wifs hey der Untersuchung ergehen, dafs die Kinderentweder untergeschoben, oder im Ehebruch erzeugeworden wären, denn es wäre gar zu unwahrscheinlich,dafs eins von den wahren Eltern durch sein Kind um-kommen sollte.
133 Das, was die Perser nicht thun dürfen, davon dür-fen sie auch nicht reden. Das Lügen bringt bey ih-nen die gröfste Schande, und demnächst, wenn sie voneinem andern etwas leihen; dies letzte vorzüglichdarum, weil sie behaupten: dafs einer, der liehe, auchnotbwendig lügen müfste. — Hat ein Bürger den Aus-satz oder die Krätze, so kommt er in keine Stadt, undhat keinen Umgang mit andern Persern; denn sie glau-hen, dafs er diese Krankheit, wegen einer Versündi-gung wider die Sonne, trüge. Auch }eden Fremden,an dem sie die Krankheit bemerken, treiben si'e ausdem Lande, und viele jagen deshalb sogar die weifsenTauhen weg. — Sie pissen und speyen nie in einenFlufs, waschen auch nie ihre Hände darin, und leideneben so wenig, dafs ein andrer es thut, weil sie die.Flüsse über alles ehren.
159 Noch etwas merkwürdiges bey den Persern, wassie selbst nicht wissen, was wir aber bemerken, istdies : dafs ihre Namen, die alle auf Gestalt und äufse-res Ansehen Bezug haben, sich mit dem Buchstabenendigen, der bey den Doriern.San, und bey den IonernSigna heilst. Denn wenn man dieser Sache nachforscht,