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Als demnach die Meder ausgezogen, und mit den Per-sern handgemein geworden waren, nahmen nur wenige,die von der Verabredung nichts wufsten, an der SchlachtTheil, von den übrigen giengen viele zu den Persernüber, und die meisten thaten mit Fleifs ihre Schuldig-keit nicht, und ergriffen die Flucht.
i£8 Als Astyages die schändliche Flucht seines ganzenHeeres vernahm, rief er mit drohender Stimme: „Aber„so soll es dem Cyrus doch auch noch nicht gelingen."Und zuerst liefs er nun die Traumdeuter, die ihm zurFreylassung des Cyrus gerathen hatten, ans Kreutzschlagen, bewaffnete dann alle in der Stadt zurückge-bliebene Meder, Jünglinge und Greise, und führte siehinaus in den Kampf wider die Perser. Aber er wardmit Verlust seines ganzen Heeres geschlagen, und selbstgefangen genommen.
12g Während seiner Gefangenschaft trat jetzt Harpa-gus vor ihn, und hohnlächelte ihm, und spottete sei-ner. Er verfolgte ihn mit bifsigen Reden, und unteranilern fragte er ihn zuletzt mit Hinsicht auf das Gast-mal, wobey er ihn mit dem Fleische seines Sohnesgespeist hatte, oh er seine gegenwärtige Knechtschaftder Alleinherrschaft vorzöge? Astyages sah ihn an,und fragte ihn, ob er die Sache des Cyrus zu seinereigenen machte, und Harpagus antwortete: dafs er diefsmit Recht thäte, weil diese Sache durch sein Schrei-ben dahin gediehen wäre. Da zeigte ihm Astyages,wie er ein durchaus einfältiger und schlechter Mannwäre. Einfältig hätte er gehandelt, wenn er dies allesum seinetwillen gethan, und doch die königliche Ge-