Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
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dafs sein Vergehen so glücklich für Ihn ausgeschlagenwäre, dafs er deswegen gar zu einem Gastmale gela-den würde, dem Könige nu Füfsen, und gieng dannnach seinem Hause zurück. Gleich bey seinem Eintrittin dasselbe, schickte er seinen Sohn, den einzigen, dener halle, und der damals etwa dreyzehn Jahre alt war,hinaus mit dem Befehl, zum Astyages zu gehen, undalles zu thun, -was der ihm heifsen würde. Dannerzählte er in der Fröhlichkeit seines Herzens seinemWeibe den ganzen Vorfall.

Sobald das Kind zum Astyages kam, schlachteteund zergliederte er es, und briet und kochte seinFleisch. Nachdem alles zugerichtet und die Zeit zurMahlzeit gekommen war, fand sich Ilarpagus mit denübrigen Gästen ein. Dem Astyages und den andernwurden nun Tische, mit_ Schafileisch belastet, vorge-setzt, während man dem Ilarpagus alles von seinemSohne, bis auf den Kopf und die äufsersten Enden derHände und Füfse, auftrug; denn diese Glieder lagenbesonders auf einer verdeckten Schüssel. Als Ilarpa-gus sattsam von der Speise genossen zu haben schien,fragte ihn Astyages, wie ihm die Mahlzeit benagte,und da er antwortete, dafs er vielen Geschmack daranfände, brachten ihm diejenigen, die den Auftrag dazuerhalten hatten,, die verdeckte Schüssel mit dem Kopf^den Händen und Füfsen seines Sohns, und sagten ihm',,dafs er sie aufdecken und davon nehmen möchte, wasihn gelüstete. Ilarpagus that wie sie sagten, decktedie Schüssel auf, und sa h die Ueberbleibsel seines Kin-des. Aber er verwirrte sich darüber nicht, sondern.