Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
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vernünftig seinen, ungemein. Er lobte den gefan-genen König und nachdem er seiner Leibwache be-fohlen halte so zu t.hun, wie Krösus ihm angeratheahatte, sagte er zu ihm: ,,Da ich sehe, dafs du han-,,deln und reden kannst, wie es einem Könige ziemt,j,SO erbitte dir gleich von mir, was du immer willst."Krösus antwortete:So gewahre mir die Freude,,,Herr, dem Gott der Hellenen, den ich vor allen an-,,dern Göttern geehrt habe, diese Fesseln zu senden,und ihn fragen zu lassen: ob es denn recht wäre,dafs man seine Wohlthäter betröge?" Cyrus fragteihn nach dein Sinn dieser Worte und seiner Bitte,und nun machte ihn Krösus mit allem, was er vor-genommen hatte, und mit den Antworten des Orakelsbekannt. Aber vorzüglich erzählte er ihm von denGeschenken, die er dem Gotte gemacht, und wie erdurch ihn verleitet, den Krieg vider die Ferser angerfangen hätte, und schiofs endlich mit der nämlichenBitte: dafs es ihm erlaubt seyn möchte, dem Apollondies Betragen vorwerfen zu lassen. Cyrus lächelteund sagte:Dies und alles, wessen du immer bedür-fen magst, soll dir gewährt seyn!"

Hierauf schickte Krösus augenblicklich einige Ly-der nach Delpl ' mit dem Auftrage, die Fesseln aufdie Schwelle des Tempels zu legen, und den Gott zufragen; ob er sich nicht schämte, den Krösus durchseine Weifsagungen, dafs er die Macht des Cyrus zuGrunde richten würde» au einern Kriege verführt zuhaben, von dem ihm nun solche Erstlinge (biebey soll-ten sie auf die Ketten deutep) zu Theil würden, und