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ob die Undankbarkeit bey den Hellenischen Götterngesetzmäfsig wäre?gi Die Lyder giengen hin, und nachdem sie ihren
Auftrag ausgerichtet hatten, soll die l'ylhia ihnen fol-gende Antwort ertheilt haben: „Das einmal feslbe-„stimmte Schicksal kann selbst ein Gott nicht abwen-den. Krösus tilgt die Schuld seines fünften Ahn-„herrn, der einer von der Leibwache der Herakliden„war, und, durch ein Weib verführt, seinen Herrn er-,.mordete, und sich mit dessen Würde bekleidete, die„ihm nicht zukam. Loxias, der dies voraus sah, hat„sich bemüht, die Zerstörung Sardens erst die Söhne„des Krösus, und nicht ihn selbst treffen zu lassen;„aber hierzu könnte er die Moiren nicht bewegen.„Was sie ihm zugestanden, hat er ihm auch verliehen;„denn um drey Jahre hat er die Einnahme von Sardis„verzögert. Krösus wisse also, dafs er um so viel„nach dieser durch das Schicksal bestimmten Zeit erst„in Knechtschaft gerathen ist. Dann hat ihm der„Gott auch in den Flammen beygestanden. Wegen„der ihm ertheilten Orakel, beklagt sich Krösus mit„Unrecht; denn Loxias hat es ihm vorhergesagt, dafs„er ein grofses Reich zerstöhren würde, wenn er wider„die Perser zu Felde zöge. Deshalb ,'Stte er, wollte„er wohl berathen seyn, noch einmal schicken, und„den Gott fragen lassen sollen, ob er sein eigenes„oder das Reich des Cyrus hierunter verstände. Nun„verstand er den Ausspruch nicht, fragte auch nicht„femer um Rath, und ist also selbst an seinem Irr-„thume schuld. Auch die Antwort, die ihm Loxias