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7g Cyrus nämlich Latte vermuthet, als Krösus gleich
nach der Schlacht in Pterien den Rückmarsch antrat,dafs er bey seiner Zurückkunft nach Sardis sein Heerauseinander gehen lassen würde, und fand nach einigerUeberlegung, wie vorteilhaft es für ihn scyn müfste,wenn er nun so schnell wie möglich auf diese Haupt-stadt losgienge, ehe die Lydische Macht sie zum zwey-tenmale wieder sammeln könnte. Er hatte diesen Ge-danken verfolgt und so schleunig wie möglich ausge-führt; denn schon war er jetzt mit seinem Heere inLydien eingerückt, und brachte selbst dem Krösus dieerste Nachricht von seiner Ankunft. — Dieser, dernichts weniger vermuthet hatte, als dies, gerieth da-durch in die gröfste Verlegenheit. Demohnerachtetführte er sein Volk in die Schlacht; denn die Lyderstanden damals keinem Volke Asiens, weder an Kör-perkraft noch an kriegerischem Muthe, nach; sie kämpf-ten mit langen Spereen von ihren Pferden herab, und
30 waren vortreffliche Reuter. — Nun waren sie in derweiten Ebne vor Sardis versammlet *). Cyrus sahihre Schlachtordnung, und weil er den Eindruck derReuterey fürchtete, suchte er ihm, auf den Rath desMeders Harpagus, durch folgende List zuvor zu kom-men. Er liefs alle Kameele, die dem Heere für denTransport des Gepäckes und der Lebensmittel folgten,
*) Diese Gefilde durchströmen mehrere Flüsse, unter an-dern auch der IlilJue, und alle fliefsen. zuletzt in dengrößten, der Hermus keifst, zusammen. Dieser entspringtauf dem heiligen Gebürge der Mutter Duodimeue, undergiefst sich bey Phokäa in das Meer.