Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
31
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,,geke, so bin ich bereit es zu thun. Zähle darauf,dafs dein Sohn, auf den du mir acht zu geben be-fiehlst, so viel au mir liegt, unbeschädigt züriickkeh-,,ren soll."

43 Dies war seine Antwort, und so zogen sie aus, be-gleitet von den Schaaren der Jünglinge und Hunde.Sobald sie bey den Olympischen Gebürgen angeiangCwaren, suchten sie das Thier, und schlössen, als sie es ge-funden hatten, einen Kreis um dasselbe her, und griffenes mit ihren Wurfspiefsen an. Der Fremdling nun,den jener von der Mordschuld gereinigt hatte, dieserAdrast, verfehlte den Eber als er den Wurfs piefs aufihn schleuderte und traf den Sohn des Krösus, der,durch das Geschofs verwundet, die Worte des Trau-mes erfüllte. Gleich lief einer zum Krösus, um ihmden Vorfall kund zu thun, und als er nach Sardis kam,meldete dieser Bote ihm den Kampf und das Schicksal

44 seines Sohnes. Krösus ward durch diesen Unfall ge-waltig erschüttert, und bekLgte ihn noch mehr, weil'grade der seinen Sohn getödtet hätte, den er selbstversichert hatte. Er jammerte entsetzlich, und rief denlleiniger Dis zum Zeugen dessen an, was er von sei-nem Gastfreund erlitten hätte; eben so rief er denDis, als den Gott der Gastfreundschaft und der Bunds-genossenschaft an, und zwar das erste, weil er einenFremden in sein Haus aufgenommen und ohne seinWissen in ihm den Mörder des Sohnes ernährt hätte;das zweyte, weil er den Mann als seinen ärgstenFeind kennen lernen büßte, dem er die Aufsicht übersein Kind anvertraut gehabt hätte.