Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
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Hierauf kamen die Lyder und brachten den Leich- 45nara; von ferne folgte ihm der Mörder, stellte sichdann vor den Todten hin, und überlieferte sich demKrösus, indem er ihm seine Arme entgegenstreckte, undihn bat, dafs er ihn doch über dem Leichname des Er-schlagenen tödten möchte. Zugleich gedachte er sei-nes früheren Unglücks und betheuerte, dafs, da er hiezunun auch noch seinen Versühner ins Verderben ge-stürzt hätte, so dürfte er nicht länger leben. Als Krö-sus dies hörte, jammerte ihn Adrast, so sehr ihn auch 'sein eigenes Leiden beugte, und er sagte zu ihm:Ich habe volle Geimgthuung von dir erhalten, da dudir selbst den Tod zuerkennst. Du bist an diesemUnglück nicht weiter schuld, als in so ferne du widerdeinen Willen das Werkzeug dazu wurdest; irgend einGott, der mir das, was geschehen sollte, schon längstvoraus verkündigte, hat es mir gesendet. Dann lieiser seinen Sohn auf die gewöhnliche Weise begraben.Aber Adrast, der Sohn des Gordies, des Midas Ab-komme, der seinen Bruder getödtet hatte und nun auchzum Mörder an dem Sohne seines Versöhners gewor-den war, lödtete sich, sobald es um die Todtenstätteher von Menschen stille ward, mit eigener Hand, aufdem Grabhügel. Denn er hielt sich für den unglück-lichsten aller Menschen, die er je gekannt hätte.

Vier-