,,Guten, sein Leben schön beschliefst. Denn viele„sehr reiche Menschen sind unglücklich, und viele„brey mittlem Vermögensumständen glücklich. Der un-3 ^glückliche Ileiche geniefst nur zweyerley Vorzüge,,vor dem glücklichen Armen, während jener gar man-„cherley Vorzüge vor diesem geniefst. Der Ileiche„wird nämlich leichter ein Gelüsten befriedigen kön-nen, und auch leichter, selbst ein grofses Unglück,„welches ihn trifft, verschmerzen. Dergleichen kann„der Anne nicht ausführen und nicht tragen,' Aber da-„für bewahrt ihn auch sein günstiges Geschick. Denn,,er hat gesunde Glieder, kennt weder Krankheit noch,,Ungemach, ist glücklich in seinen Kindern und wohl-,,gebildet. Endigt er zudem noch sein Leben auf eine„schöne Weise, so ist er der Mann, nach welchem du„forschest und würdig, glücklich genannt zu werden.„Doch vor seinem Tode mufst du dich hüten, selbst„diesen glücklich zu nennen, nenne ihn lieber einen„Mann, dein es jetzt wohl geht, weil es kaum möglich„ist, dafs sich so viele glückliche Umstände für einen,,Sterblichen vereinigen können; denn so wie kein„Land allein alles hervorzubringen vermag, sondern„das eine nur besitzt, indefs es das andre entbehrt,, und das Land, was am meisten besitzt, das vorzügli-chere ist, eben so vermag auch kein menschlicher„Körper allein, alles zu umfassen ; das eine besitzt er,„das andre inufs er entbehren, und der, welcher im Ge-„nufs des meisten lebt, und dann sein Leben schön„beschliefst, der, König, scheint mir der würdigste zu„seyn, jenen Namen zu tragen. Bey allen Dingen
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten