Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
25
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,,Guten, sein Leben schön beschliefst. Denn vielesehr reiche Menschen sind unglücklich, und vielebrey mittlem Vermögensumständen glücklich. Der un-3 ^glückliche Ileiche geniefst nur zweyerley Vorzüge,,vor dem glücklichen Armen, während jener gar man-cherley Vorzüge vor diesem geniefst. Der Ileichewird nämlich leichter ein Gelüsten befriedigen kön-nen, und auch leichter, selbst ein grofses Unglück,welches ihn trifft, verschmerzen. Dergleichen kannder Anne nicht ausführen und nicht tragen,' Aber da-für bewahrt ihn auch sein günstiges Geschick. Denn,,er hat gesunde Glieder, kennt weder Krankheit noch,,Ungemach, ist glücklich in seinen Kindern und wohl-,,gebildet. Endigt er zudem noch sein Leben auf eineschöne Weise, so ist er der Mann, nach welchem duforschest und würdig, glücklich genannt zu werden.Doch vor seinem Tode mufst du dich hüten, selbstdiesen glücklich zu nennen, nenne ihn lieber einenMann, dein es jetzt wohl geht, weil es kaum möglichist, dafs sich so viele glückliche Umstände für einen,,Sterblichen vereinigen können; denn so wie keinLand allein alles hervorzubringen vermag, sonderndas eine nur besitzt, indefs es das andre entbehrt,, und das Land, was am meisten besitzt, das vorzügli-chere ist, eben so vermag auch kein menschlicherKörper allein, alles zu umfassen ; das eine besitzt er,das andre inufs er entbehren, und der, welcher im Ge-nufs des meisten lebt, und dann sein Leben schönbeschliefst, der, König, scheint mir der würdigste zuseyn, jenen Namen zu tragen. Bey allen Dingen