„niensischer Gastfreund, dafs du mich hierin nicht ein-„mal gemeinen Menschen gleichschätzest ?" Und So-Ion erwiederte - ! „Krösus, verlangst du .von mir ein,-,UTthei] über das Schicksal der Sterblichen zu verneh-„men, von mir, der es weifs, wie sehr alles Aufseror*-,,deutliche Neid und Unruhe mit sich bringt? So ver.„nimm! Vieles müssen wir, während der langen Zeit„unseres Lebens, wider unsern Willen, sehen und er-,,dulden. Denn nimm das siebzigste Jahr, als die„Grenze des menschlichen Lebens an! Diese siebzig„Jahre, betragen fünf und zwanzig tausend, zwey hun-„dert Tage, den eingeschalteten JVIonat ungerechnet,„Willst du nun, dafs ein Jahr um das andre um ei-„nen Mpnat länger werde, damit die Jahrszeiten zur„rechten Zeit eintreten, so kommen zu den siebzig„Jahren, noch fünf und dreyfsig eingeschaltete Monate,„und diese, geben wieder tausend und fünfzig Tage.„Von allen diesen Tagen der siebzig Jahre, sechs und„zwanzig tausend, zwey hundert und fünfzig an der„Zahl, bringt kein einziger eine Begebenheit mit sich,„die den der vorigen Tage vollkommen gleich ist,„Demnach ist alles bey den Menschen zufällig. Jetzt„sehe ich dich wie einen ungemein reichen Mann, und„wie einen König über viele Menschen an, aber das,„was du von mir Loren willst, das kann ich nicht sa-„gen, bis ich venjehme, du hättest dein lieben schön„geendigt. Denn derjenige, welcher grofsc Schätze besitzt,„ist nicht glücklicher als der, welcher das Nothvven-„dige für den gegenwärtigen Tag hat, wenn es. nicht„der Zufall will, dafs er auch im vollen Besitz alles
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