Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
67
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Der Milchner steht sodann dem Roggen zurSeite, um andere Fische abzuhalten, damit sieden Roggen nicht verzehren können, worauf erſich gleichergeſtalt krümmet, daß der Schwangegen den Kopf sich beuget, um seine Milch aufden ausgesprizten Roggen auszugießen. Hiersoll der Leich an 6 Jahre nöthig haben, umseinen völligen Auswuchs zu erhalten, da erdenn 5 Fuß lang werden und 25 bis 30 Pfundan Gewicht betragen kann; bis dahin wirder unter dem Nahmen von Lachsforellen undLächspieren gefangen, welche den Einwoh-nern die schmakhafteste Speise sind. Der mei-ſie Lachs wird in den hieſigen Landflüſſenvon der Mitte des Aprils, bis in die Mittedes Julius gefangen, zu welcher Zeit er sich ingroßer Anzahl aus der See in die Flüsse be-giebt, um sich in frischem Wasser zu erquikenund auch um das Ungeziefer durch die scharfenWasserfälle der Ströme abzureiben und abzu-spülen. Dieses Ungeziefer ist grünlich und wirddie Lachslaus genannt; es sezt sich zwischen dieFlosfedern, und ängstiget in der Wärme desFrühlings den Lachs, wodurch wohl hauptsäg-kch dieser Fisch in die Hände der Menschengebracht wird. Er wird bald mit einem weit-läufigen Neze gefangen, bald wird er im flachenE 2Grunde