Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
42
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47Der Staar hat viele Gleichheit mit derDohle, nur ist er kleiner; und ohngefähr 8Zoll groß; der Schnabel= ist Pfriemenförmig, 1Zoll lang, ekigt, niedergedrükt, etwas stumpf,und breit, gelb, an der Spize braun, an denElen blau; die Klauen sind schwärzlich, so wieder ganze Leib, der doch oben und unten insglänzend Stahlblaue und Röthliche fällt, son-sten aber am Ober= und Unterleib ins glänzendGrüne spielt. Es ist übrigens so viel von ihmbekannt, daß er in Laubholzern lebt, die anAeker und Wiesen gränzen, und sein Nestin hohlen Eichen, Buchen und Espen baut. Er lebtgeſellig, ſo, daß viele in einem Baum zuſam;men nisten, und eben so, wie die Dohlen hau-fenweise zugleich fliegen. Das Weibchen, wel-ches mehr schwarzbraun ist, legt 5 bis 6 blas-grüne Eier zweimal des Jahrs, die Jungensind im ersten Jahre mehr grau als schwarz,Sie werden gefangen, um Lieder pfeifen undreden zu lernen. Sie leben von WürmernSchneken, Inselten, auch fressen sie Kirschen,allerhand Beeren, Körner und Getreide, so wiesie auch in Gesellschaft der Krähen auf dasAas ausgehen. Als ein Zugvogel, zieht er imOctober weg, kommt im März wieder, undſoll in Egypten überwintern.Die