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Historische Nachrichten über Benrath
Entstehung
Seite
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65durch ein gnädiges Dankerkennungs=Schreiben selbsten um dieselbenerkennen werden; in Erwartung nachrichtlicher Antwort befehlen wirUnsere hochgeehrte Herren dem getreulichen Schutze Gottes. Düssel-dorf, den 19. Juli 1673.Unsere hochgeehrte HerrenDienstwilligsterH. von Hochsteden,Aber schon im Jahre 1666 muß die herzogliche Wohnung, dasHauptgebäude dieses neuen Schlosses, bewohnbar gewesen sein, denndie Herzogin kam daselbst am 6. August gedachten Jahres mit dem11. Kinde, der Prinzessin Maria Sophia, nieder. Es war dies diespätere Königin von Portugal, die zweite Gemahlin Königs Pedro.In diesem Jahre 1666 nemlich trat in Düsseldorf die Pestauf. Der Herzog war mit Familie beim Ausbruche der Pest vonDüsseldorf nach Grimlinghausen, wo sich nur ein kleiner Landsitzmit Garten befand, übergesiedelt und von da erst nach Neuburggereist.Der bereits erwähnte vorgerückte Zustand der Schwangerschaftgestattete der Herzogin nicht, mit dem Herzoge nach Neuburg zureisen und sie wartete daher in Benrath ihre Niederkunft ab.Ueberhaupt scheint von da ab Benrath der Lieblings=Aufenthaltder Herzogin geworden zu sein, und es wurde daher sowohl von derselben, als auch von dem Herzoge selbst, zwischen welchen das zärtlichste Herzens= und Ehebündnis bestand, Alles aufgewandt, was zurVerschönerung dieser Besitzung beitragen konnte.Zeugnis davon legen noch die bis jetzt erhaltenen OrangerieGebäude mit ihren Deckengemälden, sowie die Schloßkapelle miteinem Marmor=Altar und einer Statue der unbefleckten Empfängnisin Alabaster oder weißem Marmor ab. Diese letztere Statue wurdenach Aufstellung des Dogmas von der unbefleckten Empfängnisdurch Vermittelung S. Königl. Hoheit des Fürsten Karl Anton vonHohenzollern der Pfarrkirche zu Benrath, wo sie jetzt aufgestellt ist,überwiesen, weil in der Kapelle überhaupt schon lange nicht mehrGottesdienſt gehalten wurde.Zu dem Hirsch= und Wildschwein=Park, den mit Fischen undSchwänen besetzten Teichen, der Schweizer Milcherei kamen ausge-dehnte und wohlgepflegte Lust=Anlagen mit Gängen von lebenden