Druckschrift 
3 (1800)
Seite
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428het, durch euer Beispiel das über alles ehrwür-dig und heilig zu machen, was doch einmahl dasgrößte und ehrwürdigste in der menschlichen Na-tur ist, und wovon die Ruhe und Wohlfarth deseinzelnen Menschen und ganzer Völker abhängt;lasset sie an eurem eignen Verhalten die Würdeund den Glanz der Tugend, das Glück und dieEhre eines rechtschaffenen und pflichtmäßigen Verhaltens wahrnehmen. Gewiß es kann nicht feh-len, daß dadurch nicht dem Geiste der Ungebun-denheit und Zügelloßigkeit weit kräftiger als durchdie nachdrücklichsten Befehle und Strafen solltevorgebeugt werden; es kann nicht fehlen, daßein so edles Verhalten nicht Nacheiferung erwe-cken, daß es nicht den entflohenen und fast unbe-kannt gewordenen Geist der Ordnung und Pflichtunter uns zurückführen, und eben dadurch fürdie Wiederherstellung und Beförderung der Wohl-farth des Vaterlandes und der Menſchheit unend-lich wichtig seyn sollte. Wir können uns davonum so viel leichter und gewisser überzeugen, wennwir hier und da mit Aufmerksamkeit die trauri-gen Wirkungen betrachten, welche in einem nurgar zu großen Maaße aus dem entgegengesetztenVerhalten entstehen.Dem Lehrer der Religion und desChristenthums ist die Ermahnung, vor-sichtig zu seyn, sich in die Zeit zu schi-cken,