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3 (1800)
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einer durch herrschende Unsittlichkeit gefährlichenZeit, als die Weisen! Das werdet ihr dannthun, wenn ihr euch richtige und würdige Begrif-fe von eurem Berufe und von euren Pflichtenmacht. Das werdet ihr dann thun, wenn ihr eslebendig erkennt, daß auch ihr um mich derVorte unseres Herrn zu bedienen nicht daWelt zu richten, sondern dieseyd, diVelt selig zu machen, daß es der Haupt-zweck eures Berufes nicht so wohl ist, auf anderzu sehen und anderen zu befehlen, als vielmehrdie Zufriedenheit, die Wohlfarth, die Glückseligkeitvon andern unter eurer Aufsicht und durch eureFürſorge, zu befördern. Das werdet ihr dannthun, wenn ihr in dieser Rücksicht es denen, dieeurer näheren Aufsicht anvertraut sind, mit derThat, selbst beweiset, wie sehr ihr ihre menschlicheund christliche Bestimmung und Würde kennetund ehret, und welche Freude es euch ist, sie die-se behaupten und jene erreichen zu sehen. Daswerdet ihr dann thun, wenn ihr jedes Mittel zurBeförderung der sittlichen Aufklärung und Bil-dung eurer Untergebenen begierig ergreifet, undfroh und dankbar gebrauchet, und sie es insbe-sondere an euch selbst wahrnehmen laßt, welcheehrwürdige und heilige Gegenstände in euren Au-gen Religion, öffentliche und besondere Gottes-verehrung, ungeheuchelte Redlichkeit, und Recht-schaffenheit des Herzens und des Lebens sindBestrebet euch denn so, denen, welchen ihr vorste-het,