418viel eifriger das Beyspiel derjenigen Tugenden;auf deren Ausübung, nach ſeiner innigſten Ue-berzeugung, beydes, das Glück des Vaterlan-des und der Menschheit, beruht. In seinemhäuslichen und öffentlichen Leben, als Gatte,als Vater, als Freund, als Diener des Staa-tes, in jedem andern Berufe, strebt er darnachein Muster der Redlichkeit, Rechtschaffenheit undTreue, der Mäßigung und uneigennützigen Thä-tigkeit, der Ehrfurcht und des Gehorsams ge-gen Gott, gegen Obrigkeiten und Gesetze zuseyn, weil ohne diese Tugenden keine mensch-liche Gesellschaft bestehen, keine menschlicheWohlfarth dauerhaft seyn kann. Und auch dann,wenn er in der bösen Zeit von weniger recht-schaffnen Mitbürgern verkannt und zurückgesetztwird, verläßt er dennoch diesen Weg der Wahr-heit, der Tugend und Pflicht nicht. Ihm ge-nügt der Beyfall seines eignen Herzens, ihnberuhigt, bey dem Bewustseyn der vollbrachtenPflicht, der Glaube an Gott, ihn hebt die Aus-sicht in eine bessere Zukunft, unterdessen dieZeit und Ewigkeit umfassende Regierung derWelt, über alle Ausschweifungen und über alleLeiden des gegenwärtigen Zeitalters, empor.Dieß sind die Empfindungen und Gesinnun-gen, dieß das Verhalten des chriſtlichen Wei-sen, in der bösen, in einer durch herrschendeUn-
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3 (1800)
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