414Ruhm seines Geschlechtes, so wie er nichts mehrhaßt und verabscheut, als alles, was dieselbe er-niedrigt und verdunkelt. Jene, auch in der bö-ßen Zeit zu befördern, und sich diesem, auch un-ter den größten Gefahren zu widersetzen, darinnfindet er seine eigne Ehre, darinn sucht er alleinseinen Ruhm. Was also die Menschen seineBrüder bessern, zufriedener, vollkommener machtwas ihren Geist bildet und ihr Herz veredelt;was ihre geistige und bürgerliche Freyheit undWohlfarth erhöhet und vermehret; das wünscht,das will und befördert er; das ist auch in derZeit der größten Sittenverschlimmerung, der Ge-genstand aller seiner Bemühungen und Anstren-Was diegungen, seines unabläßigen Strebens.was sieMenschen seine Brüder verschlimmert;unzufrieden und unglücklich macht, und auf demWege zur höheren Vollkommenheit aufhält; wasdie größere Ausbildung und Veredelung ihresGeistes und Herzens verhindert, oder sie gar inRohheit und Laster zurückstürtzt; was ihre geisti-ge und bürgerliche Freyheit und Wohlfarth ein-schränkt, und eben dadurch ihre Würde ernie-drigt und ihre Bestimmung verlezt; das miß-billigt, das verabscheuet er; das findet in ihmeinen eben so muthigen als standhaften Gegner;das; nach dem Maaße seiner Kräfte zu zerstö-ren, ist in seinen Augen heilige Pflicht. Wah-re Aufklärung in den Wissenschaften und in derRe-
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3 (1800)
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414
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