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397Menschen von der herrschenden Denkart undSitte, keine Leiden und Drangsale, die ihm ei-ne böse und lasterhafte Welt zufügen konnte undso oft auch zufügte, vermochten ihn in diesemedlen Sinn und Bestreben wankend und müdezu machen. Und dabey erhielt ihn der lebendi-ge Glaube an Gott, den Urquell und Beförde-rer aller Wahrheit und Güte; der Glaube andessen alles umfassende, und alles zum Ziele ei-ner höheren Vollkommenheit hinführende Regie-rung der Welt, auch mitten unter den traurig-sten Erfahrungen von der Verdorbenheit undBosheit der Menschen, eben so heiter und ge-trost, als muthig und standhaft. Das war soganz der Sinn und das Verhalten, des großenund erhabenen Weisen, dessen Schüler und Ver-ehrer er war, dessen glorreiches Muster zu er-reichen, er als den höchsten Gipfel des wahrenRuhms, und der wahren Ehre betrachtete.Welche innige herzliche Theilnehmung an demdurch Unsittlichkeit gestifteten und verbreitetenElende der Menschen, bemerken wir nicht al-lenthalben an unserem Herrn! Mit welchemtiefen sich oft in Thränen der Wehmuth ergie-ßenden Schmerze durchdrang es ihn nicht!Welcher feurige, rastlose Eifer erfüllte ihn nicht,diesem Elende zu wehren, und Tugend undmenschliche Würde und Vollkommenheit zu be-för-