396ihn die ungeheure Sittenverschlimmerung seinesZeitalters in Staunen und Schrecken verſetzt,oder ihn mit Bitterkeit und Haß gegen die Ur-heber derselben erfüllt, oder auch ihn in Ansehung der Wiederherstellung und Neubelebungder menschlichen Tugend und Wohlfarth, zag-haft und muthloß gemacht habe. Zum ersten warer zu weise, und mit den eigentlichen Quellendes Uebels zu gut bekannt; zum andern zumenschenfreundlich und gut; zum letzten, zugottesfürchtig und fromm. Aber stets sehen wirin ihm den erhabenen, menschenfreundlichenWeisen, der an dem Wohl oder Wehe seinesGeschlechtes den aufrichtigsten und thätigsten An-theil nimmt, den der Anblick des tiefen Elen-des seiner Brüder nicht allein mit Kummer undSchmerz, sondern auch mit Muth und Kraft,demselben zu wehren, durchdringt. Er that indieser Rücksicht was er konnte, und wahrlich!jeder weise und rechtschaffne Mann kann dabeyimmer sehr viel thun, wenn er, wie Paulus,das Gute ernstlich wünschet und will. Dieserwar unermüdet in dem großen und edlen Ge-schäfte, den Saamen der Wahrheit und Tugenddurch die Religion Jesu Christi, in die Herzenseiner Brüder zu streuen, und ihnen die Würdeund das Glück derselben, durch sein eignes besse-res Beyspiël, lebendig vor Augen zu stellen.Keine Verachtung, kein Spott und Hohn derMen=
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3 (1800)
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396
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