390heit und Tugend, der höheren Freyheit und Wohl-farth untergraben, welche uns und unser ganzesGeſchlecht mit allen Arten der Rohheit und destiefsten Elends bedrohen?Keiner von euch wird uns also einer schwermü-und menschenfeindlichenthigen, einer finsternwenn wir die Tage, inDenkart beschuldigen,welchen wir jezt leben, in dieſer Rückſicht eineOder sollten sie nicht die-böſe Zeit, nennen.fen Nahmen verdienen, wenn ſich der Geiſt desLeichtsinns, des Unglaubens, der Ausschweifungund Zügellosigkeit immer mächtiger über alles er-hebt, was ernſte Weisheit, was Religion, wasTugend und Würde der Sitten genannt wird?Wenn er immer mehr alle jene heiligen Grund-sätze aus menschlichen Gemüthern tilgt, wel-che Wahrheit und Rechtſchaffenheit in den Ge-sinnungen und im Verhalten erzeugen, welche diefeste und unerschütterliche Grundlage unsereshäuslichen und öffentlichen Wohlstandes sind?Sollten sie nicht diesen Nahmen verdienen, wennwir im Innern der Familien immer größere Zerrüt-tung, immer tieferes Elend, durch Ausschwei-fung und Laster entdecken, wenn wir es uns selbstnicht mehr verbergen können, daß unter der allesüberwältigenden Herrschaft derselben, auch dieblühendsten Staaten dem Verderben und Unter-gange zueilen? Ach! laßt uns nicht blind seynin Ansehung unserer eigenen Wohlfarth! laßtuns
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3 (1800)
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390
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