391uns nicht länger taub seyn, gegen der Wahrheitund Religion warnende Stimme! Laßt uns be-denken, was zu unserem Frieden, zur Wieder-herstellung und Befestigung unserer Wohlfarthund Glückseligkeit dienet, jezt, da es vielleicht,da es wahrscheinlich noch Zeit dazu ist!Ihr edlen Seelen, denen alles was die Mensch-heit angeht, nicht fremde, denen es theuer undehrwürdig ist; die ihr an der Bildung und Ver-vollkommnung, an der Freyheit und Wohlfarthunseres Geschlechtes, den innigsten und thätig-sten Antheil nehmt; die ihr auch euer Vaterland,eure Mitbürger, mit der feurigsten Liebe umfas-set, und alles was ihr könnt und habt, euer Le-ben selbst, ihrem Besten aufzuopfern bereit seyd;die ihr es nicht ohne Thränen des Kummers undder Wehmuth wahrnehmen könnt, wenn allent-halben die Grundpfeiler der Wohlfarth euresVaterlandes und eures Geschlechtes wanken, wennihr jenes und dieses im Geiste als eine Beutedes übermächtigen, alles zertrümmernden Lasterserblickt; zu euch rede ich heute. Wer ihr auchseyn, in welchen Verhältnissen und Beziehungengegen das Ganze ihr euch auch befinden mögtRegenten, Staatsmänner, obrigkeitliche Perso-nen, Religionslehrer, Bürger und Landleutezu euch allen rede ich, soviele von euch Sinnund Gefühl für das Glück des Vaterlandes undundBb 4
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3 (1800)
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391
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