368ben, als einmahl um einen Schritt von der Bahnder Tugend abweichen. Und werden wir sagendürfen, daß es ihm an Menschenliebe, an Eiferfür die menschliche Freyheit und Wohlfarth ge-fehlt habe? Ihm, der alle Menschen mit so un-aussprechlicher Liebe umfaßte, der Gottesliebeund Menschenliebe zum Grundgesetz seiner Re-ligion machte, der gekommen war, um die Men-schen recht in Freyheit zu setzen, der für ihregrößere Freyheit und Glückseligkeit, willig undstandhaft sein Leben hingab? — So wie er,waren auch seine Boten gesinnet. Voll Muth,voll Standhaftigkeit, belebt und durchdrungenvon dem Geiste des Herrn und der Freyheit,vertheidigen sie die Rechte der Wahrheit undMenschheit selbst; im eigentlichsten Sinne, vordem Angesichte und unter den Drohungen grim-miger Tyrannen. Man muß Gott mehr ge-horchen als den Menſchen, war ihre mu-thige und edle Antwort auf jeden gewaltsamenVersuch, sie in ihrem wohlthätigen Geschäftezu stören. Und eben so muthig und edel beste-gelten sie die Sache der Wahrheit, der mensch-lichen Freyheit und Wohlfarth, mit ihrem Lei-den und Tode. Aber dieselben, so edlen undstandhaften Männer, empfehlen allenthalben,nachdrücklich und stark, Ehrfurcht und Gehorsamgegen Obrigkeit und Gesetze. Nur eins setzen
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3 (1800)
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368
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