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335und Zufriedenheit ab. Niemand kann unsdieselbe geben, wenn wir es nicht selbst thun.Und wie können wir ruhig und zufrieden seynoder werden, so lange wir mit uns selbst imStreit und Widerspruche sind? So lange es beyuns noch nicht ausgemacht und fest ist, was wirwollen oder nicht wollen? Oder so lange wir inunseren Grundsätzen veränderlich, ein beklagens-würdiges Spiel jedes Zufalls, jeder Mode sind,und dem Rohre gleichen, das von dem Windehin und her getrieben wird? Wie können wirruhig und zufrieden seyn, so lange es uns andem belohnenden Beyfalle unseres eignen Gewis-sens fehlet? So lange uns dieses vielmehr dar-über bestraft, daß wir die erkannte Wahrheitleichtfertig und feige der Gunst der Menschen,oder einem flüchtigen Gewinne von zeitlichen Gü-tern aufgeopfert haben? So lange wir uns selbstwegen dieses Mangels an innerer Festigkeit undStärke der Seele, wegen unseres Leichtsinns oderunserer Freyheit tadeln und verachten müssen?Wie können wir ruhig und zufrieden seyn, wennwir nicht nur in unseren eignen Augen tadeluswürdig und verächtlich sind, sondern auch unsereBlicke gegen keinen rechtschaffnen Mann, der unskennt, aufschlagen, und am wenigsten sie getrostund freudig zu dem allwissenden und allgegen-wärtigen Richter emporheben dürfen? Wenn unsder Gedanke ſeines Mißfallens und ſeiner be-vor-