324lichkeit zu vernichten. Ueberall erblicket ihr ei-nen zahlreichen Haufen von denen, welche eslas einen Beweis der Aufklärung und Geistes-ſtärke betrachten, die Verfaſſungen und Regie-rungen der Völker zu tadeln, und aus allen ih-ren Kräften die Flamme des Aufruhrs und derEmpörung anzufachen und zu verbreiten. Ue-berall sehet ihr den großen Haufen jenen unddiesen seinen schmachvollen Beyfall zujauchzen,und sich selbst dadurch das unabsehbarste Elend,mit rastlosem Eifer bereiten. Die häufigsten Bey-spiele der Unsittlichkeit, die euch in dieser Rück-sicht allenthalben umringen, der Beyfall, diestaunende Bewunderung, womit sie oft aufge-nommen werden, könnten leicht eure besten Grundsätze erschüttern, euch leicht in ihrer Ausübungwankend machen. Da sagt euch die Religion:folgt nicht der Menge zum Böſen. Dasagt euch euer Erlöser: Gehet ein durch dieenge Pforte. Denn die Pforte ist weit,und der Weg ist breit, der zur Ver-dammniß abführet; und ihrer sind vie-le, die darauf wandeln. Und die Pfor-te ist enge, und der Weg ist schmal,der zum Leben führet; und wenige sindihrer, die ihn finden. Da ermuntert euchsein Apostel: daß ihr euch nicht dieserWelt gleich stellen, daß ihr männlichund stark seyn sollt. Und sagt euch das al-les
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3 (1800)
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