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238ihr, die ihr es redlich meint, die ihr aufrichtigeFreunde der Tugend und menschlichen Glückselig-keit seyd, nicht nach hohen Dingen, nichtnach eitler Ehre, und vergänglichem, nichtigemRuhme. Dränget euch nicht aus Eitelkeit, ausverkehrtem Ehrgeitze, oder des schnöden Gewinn-stes willen, zu den ersten, oder zu den einträg-lichsten Aemtern des Staates und der Kirche-Machet euch vorher mit dem, was darinn gelei-stet werden soll, recht bekannt und vertraut. Prü-fet dann eure Kräfte, und sehet ob eure Schul-tern die Last derselben zu tragen vermögen. Undwenn ihr euch dazu stark genug fühlet, dann tre-tet getrost in den von euch gewählten, oder euchübertragenen Beruf. Habt ihr ein Amt,einen Beruf, so wartet eures Amtes, eu-res Berufes. Erfüllet die Pflichten desselben mitgewissenhafter Treue, nach dem Vermögendas Gotteuch darreicht. Machet von al-len euren Fähigkeiten und Kräften, zum Besteneurer Nebenmenschen, zur Beförderung der all-gemeinen Wohlfarth, den würdigsten Gebrauch,als die treuen Haushalter, der man-cherley Gaben Gottes. Stärket euch inder gewissenhaften Pflichterfüllung, durch den Ge-danken an Gott, den Zeugen und Vergelter euresVerhaltens, durch die wahre, unvergängliche Eh-re, die ihr bei ihm dadurch, auch dann erlangt,wenn euch die Menschen verkennen, oder eurewohl-