237ten Berufe, in dem angewiesenen Posten ent-zieht? oder diese doch nicht mit der Treue undRedlichkeit wahrnimmt, wodurch allein das Va-terland, die Menſchheit, die Freyheit und Wohl-farth unserer Brüder gewinnen, wodurch wir al-leine für das allgemeine Beste thätig und nütz-lich seyn können? Und was soll man von derVaterlands= und Menſchen⸗ und Freyheits⸗ undWohlfartsliebe derjenigen sagen, die, so wiesie allenthalben und nirgends zu Hause, fürnichts fest bestimmt und entschlossen sind, sich soauch für alle Aemter, für alle Stellen geschaffenund geschickt zu seyn wähnen, aber für keine sichganz hingeben, keine mit redlicher Anstrengungaller Kräfte, mit gewissenhafter Treue verwalten?Sind nicht diese von dem Geiste der Eitelkeit unddes Wahns ergriffenen und umhergetriebenenMenſchen, unter uns und allenthalben, auf ſomannichfaltige Weise an dem Verfall des Vater-landes, an dem Elende unseres Geschlechtesschuld? Und können wir jenes und dieses gewis-ser und kräftiger retten, als wenn wir uns vonihrem Sinn' und Verhalten entfernen, und auchin der Erfüllung unserer Berufspflichten die Bahnder christlichen Tugend betreten? O wie glücklichwerden wir, wie glücklich wird das Vaterlandseyn, wenn wir uns heute dazu entschließen, undunseren Entschluß, durch edle Gesinnungen, durchgemeinnützige Thaten beweisen! — Strebet dann,ihr
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3 (1800)
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237
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