230als eines eurer ehrwürdigsten Vorrechte, als denGrund aller übrigen, mit Dank gegen die gött-liche Vorsehung an, daß ihr unter eigenen Ge-setzen, unter einer eigenen vaterländischen Ver-fassung lebet. Sie zu erhalten, zu ehren, zuvertheidigen, sey das Ziel eurer rühmlichstenEhrbegierde. Und nie werdet ihr sie sicherer er-halten, vorzüglicher ehren, kräftiger vertheidi-gen können, als wenn ihr euch selbst, von wel-chem Stande ihr auch seyd, denselben am erstenunterwerfet, und allen euren Mitbürgern mitUnterwerfung und Gehorsam vorangeht. In al-ten und in neueren Zeiten war und ist das derRuhm der Edlen gewesen, die es mit ihremVaterlande und mit der Menſchheit treu undredlich meinten. In alten und in neueren Zei-ten, waren es immer nur elende und verworfeneMenschen, welche leichtsinnig und selbstsüchtigdie Verfassung ihres Vaterlandes stürzten, unddie Mordfackel des Aufruhrs unter ihren Mit-bürgern schwungen. In alten und in neuerenZeiten haben sich diese Elenden mit Schmachund Schande bedeckt, und oft ihr Vaterlandund die Menschheit in allgemeine Verwirrung,in den tiefsten Jammer versenkt. Die weisestenund auf ihre Freyheit eiferſüchtigſten Nationender Vorwelt schätzten ihr Verbrechen dem Vater-mord gleich.Unmög-
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3 (1800)
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