226aus einem überzeugten Verstande und gerührtenHerzen entspringt, und sich ebendarum auch inallen unsern Gesinnungen und allen unserenHandlungen zeigt. So wird unser Licht vorden Leuten durch unser ganzes Verhalten aufdas helleste leuchten. Und wer die menschlicheNatur nur ein wenig kennt, wird sich die Wir-kungen davon voraussagen können. Der Unglau-be, welcher schaamloß und frech bisher seinHaupt über alles emporhob, weil er sich allent-halben geehrt und geschmeichelt fand, wird be-schämt, bey diesen Beyspielen edler und stand-hafter Weisen zurücktreten, und einstweilen mitseinen Lästerungen einhalten, weil sie nun nichtsmehr einbringen werden. Der Schwache wirdsich stärken im Guten, der Wankende undStrauchelnde sich auf dem Pfade der Tugendbefestigen. Unerschütterlich wird die Zufrieden-heit und Ruhe des einzelnen Menschen, so wiedie Sicherheit und Wohlfarth der Staaten, aufder Religion, wie auf ihrer Grundlage ruhen.Insbesondere würde das der Fall seyn, wennsich so viele von denen, welche durch ihrenStand oder durch ihre Macht oder Weisheit ineinem vorzüglichen Ansehen unter ihren Brüdernstehen, mehr als bisher entschließen wollten, indieser Rücksicht wahr und natürlich zu handeln.Mir wenigstens scheint der Eindruck davon aufden
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3 (1800)
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