224der allgemeinen Wohlfarth betrachten. Je höher un-ser Stand, je größer unser Ansehen, je wichti-ger und mannichfaltiger unser Einfluß auf ande-re ist, desto nothwendiger und heiliger ist füruns dann die Erfüllung dieser Pflicht. Es magdie Stadt, die auf einem Berge liegt,nicht verborgen seyn. Man zündetauch nicht ein Licht an, und ſezt es un-ter einen Scheffel; sondern auf einenLeuchter, so leuchtet es denen allen,die im Haufe ſind. — Ja laſſt es uns vonnun an beschließen, daß auch wir unser Lichtleuchten lassen vor den Leuten, damitsie unsere guten Werke sehen, und un-ſern Vater im Himmel preiſen. Laſſtes uns frey und offen gestehen, daß wir in demBekenntnisse und in der Anhänglichkeit an dieLehre Jesu Christi, an die Religion unserer Vä-ter, unsere Ehre und unser Glück suchen und fin-den. Lasst es uns frey und offen, wo es nöthigund schicklich ist, bekennen, wie sehr der Glau,be an unsere höhere Bestimmung und Würde un-sern Geist erhebt, unser Herz beruhigt und bes-fert; welch' eine Kraft und Stärke unserer Tu-gend der Glauhe an Gott, als unsern Schöpferund Herrn und Vater, als den Zeugen und Ver-gelter unseres Verhaltens gewährt; welche Ban-de der Dankbarkeit und Liebe uns mit Jesu Chri-sto, dem Stifter unseres Glaubens, verbinden,und
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3 (1800)
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224
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