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223untereinander verschworen, jeden anders Den-kenden in Haß oder Verachtung zu bringen, undsich selbst ausschließlich mit dem Nahmen derDenker zu ehren. Lange, lange genug hat esnun gedauert, daß selbst die Redlichen vor sei-dem Uebermuth schwiegen, und es kaum wagten,ihre besseren Gesinnungen laut werden zulassen, damit auch sie nicht, allen Anspruchauf Witz und Denkkraft verlören: Lange, langegenug, haben sich so viele unter uns, ich weißselbst nicht, aus welcher falschen, nichtswürdi-gen Eigenliebe, des Guten, der eigenen, beſſe-ren Ueberzeugung geschämt, und dem elendestenWitze mit halbem Beyfalle gelächelt.Die Früchte des Unglaubens sind nun reif ge-worden, reifer wenigstens als sie je vorhin wa-ren. Es sind offenbar Früchte des Verderbens,deren tödtliches Gift nur seine eigenen Anhän-ger leugnen. Uns gebührt also, wenn uns an-ders Vaterland und Menschheit etwas werth,wenn wir anders Männer und Christen sind, vonnun an ein anderes Betragen. Uns geziemt es,unser äußeres Verhalten, mit unseren innerenUeberzeugungen in Uebereinstimmung zu setzen,und, wo es schicklich und gut ist, ohne Anma-ßung und Aufsehen, aber gerade und fest fürdasjenige aufzukommen, was wir selbst als wahrund göttlich erkennen, und als die Queſle derallge-