204der Gerechtigkeit und Billigkeit ausdehnen. Siewerden in den Unterthanen, die Würde derMenschheit, das Bild Gottes, die ErlösetenJesu Christi verehren, und ihre eigene Würdezu tief fühlen und ſchätzen, als daß ſie dieſelbeje durch Unterdrückung beflecken, oder durch et-was anderes, als durch die Beförderung der all-gemeinen Wohlfarth zu erhalten suchen sollten.Sie werden wissen, daß ein Herr imHimmel ist, dem auch sie einst Rechenschaftgeben müssen, und bey welchem kein An-ſehen der Perſon gilt. Sie werden alſoum so viel gewissenhafter das Recht handhaben,die Unschuld schützen, dem Laster wehren, dieTugend, und durch die Tugend, das Glück desVolkes befördern. Und ebenso wird auf der andernSeite das Volk der Obrigkeit unterthanſeyn, die Gewalt über daſſelbe hat.Nicht aus Schrecken und Furcht, nicht alleinum der Strafe, sondern noch mehr umdes Gewſſens willen. Denn es weiß,daß keine Obrigkeit ist, ohne vonGott; wo aber Obrigkeit iſt, daß dievon Gott verordnet iſt; daß die Obrig-keit Gottes Dienerinn ist, zum allge-meinen Besten, und daß der, welcher sichwider die Obrigkeit ſetzet, der Ord.nung Gottes widerſtrebt, und ſeinUrtheil empfangen wird.
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3 (1800)
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204
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