20Diese Reinigkeit des Herzens und Lebens,diese Unschuld und Würde der Sitten überhaupt;und insbesondere, diese Mäßigung im Genusse,dieſe gemeinnützige Arbeitsamkeit und Thätigkeit,diese ungeheuchelte, offene Redlichkeit und Recht-schaffenheit; dieser Gemeingeist und diese Va-terlandsliebe; eine solche treue Pflichterfüllungvon Seiten der Obrigkeiten und Regenten, undein solcher williger gewissenhafter Gehorsam derUnterthanen gegen Obrigkeit und Gesetze; dassind also die gewissen und reitzenden Früchte deschristlichen Glaubens; des Glaubens an die edleremenschliche Bestimmung und Würde, an Gott,an Jesum, an die Menschheit. Es sind die ge-wiſſen und reitzenden Früchte, welche derſelbeweit reiner, schöner, vollkommner, und in ei-nem viel größeren Maaße, als die blose sichselbst überlassene Vernunft, als jede Art dermenschlichen Weisheit, obwohl in der vollkom-mensten Uebereinstimmung, mit dieser erzeugt.Und wenn anders ein tugendhaftes, ein mäßi-ges, arbeitsames, gerechtes und redliches, vondem Geiste der Vaterlandsliebe, des Gehorsams,der Ordnung und Treue durchdrungenes, amGeist' und Körper starkes und kräftiges Volk,in einem vorzüglichen Sinne auch ein glücklichesVolk genennt zu werden verdient; wenn es die-se Tugenden sind, auf welchen die Zufriedenheitund
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3 (1800)
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