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203jedem geben, was man ihm schuldigist. Schoß, dem der Schoß gebühret;Zoll dem der Zoll gebühret; Furchtdem die Furcht gebühret; Ehre demdie Ehre gebühret. Kein niedriger Eigen-nutz, keine schmutzige Habsucht, keine listige undränkevolle Herrschsucht, wird da das allgemeineBeste zerstören. Jeder Privatvortheil, wird vordemselben weichen. Gemeingeist und Va-terlandsliebe werden alle beleben, und dasGlück von allen vermehren. Niemand wirdsuchen was sein ist, sondern ein jederwas des andern ist. Das erhabene Beyspiezder reinsten, uneigennütztgsten, großmüthigstenLiebe Gottes und Jesu Christi, durchdringt daalle ihre aufrichtigen Verehrer mit den edelstenGesinnungen und Neigungen, alles für die all-gemeine Wohlfarth zu thun und zu dulden, undgerne auch, das Leben für die Brüderzu lassen. Weit entfernt von innerer Zwietrachtvon Aufruhr und Zerrüttung, werden nur Ruheund Ordnung in einem christlichen Staate, un-ter einem christlichen Volke von dieser Art herr-schen. Es ist ein Volk von Brüdern, die allevon den Grundsätzen der Wahrheit und Gerech-tigkeit belebt und durchdrungen sind, und sichalle ihren Aussprüchen gern unterwerfen. DieObrigkeiten und Regenten werden da nichtdrücken, nicht ihre Macht über die Schrankender