202aber sie nicht zu mißbrauchen; ehrbar-lich, als am Tage zu wandeln; desLeibes zu pflegen, aber ihn nicht geil-nicht weichlich und wohllüstig werden zulaßen; die Lüste zu meiden, welche wi-der die Seele, wider die höhere Bestim-mung und Vollkommenheit des unsterblichenGeistes, streiten. Die Menschen werden ar-beitsam und thätig seyn, und durch edle, ge-meinnützige Thätigkeit, ihre eigene so-wohl, als die allgemeine Wohlfarth erhöhen.Sie werden nicht träge seyn, in demwas sie thun sollen. Sie werden mitstillem Wesen, bescheiden und sittsam, ar-beiten, und ihr eignes, wohl erworbenes,Brodessen. Sie werden, wirken, so langees Tag, Zeit und Gelegenheit, ist, ehe denndie Nacht kommt, da niemand wirkenkann. Redlichkeit und Treue, werdenunter einem solchen Volke blühen, und allent-halben, das häusliche und das öffentliche Lebenbeglücken, den besondern und den allgemeinenWohlstand befördern. Was wir nicht wol-len, daß uns von andern geschehe,das werden wir auch andern nichtthun. Was wir gerne von andern ha-ben, das werden auch wir gerne an-dern widerfahren laſſen. Man wirdje-
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3 (1800)
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