195mittel bleiben! Denn sehen wir nicht so oft,auch izt noch die Religion Jesu Christi mit Ge-ringschätzung und Verachtung behandeln! MitGeringschätzung und Verachtung von denen,welchen mehr oder weniger die Ruhe und Wohl-farth der Staaten anvertraut ist, und die esdoch endlich gelernt haben müßten, worauf die-selbe sich gründet! Mit Geringschätzung undVerachtung, nur um den Nahmen großer Den-ker und Weisen, von niedrigen Schmeichlern zuerhalten, während dem sie jeden Anspruch aufDenken und Weisheit in den Augen des wahrenWeisen verlieren! Oder um die niedrigstenLüste, mit schwächerem Widerspruche des innerenRichters, und größerer Ruhe zu stillen! Sehenwir nicht so oft noch den unglücklichen, schon sovielen Völkern verderblich gewordenen, undnoch immer Verderben erzeugenden Wahn, nachwelchem man durch Gesetze allein, die Tugend,die Ruhe, die Wohlfarth der Völker und Staa-ten, zu begründen, zu erhalten, zu sichern ver-meint! Durch Gesetze, bey deren auch noch sogroßen, und jedermann einleuchtenden Güte,doch alles immer auf den guten Willen, sie zuhalten ankommt, der keinesweges erzwungen,sondern nur allein durch Grundsätze, und vorzüg-lich durch die Grundsätze des Christenthums er-weckt werden kann! Durch Gesetze welche zwarbey einem noch nicht ganz in Unsittlichkeit ver-fun-N
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3 (1800)
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