194ist mir noch das Verfahren von denen welchenan der Erhaltung der Ruhe und Wohlfarth derVölker alles gelegen seyn muß, und alles gele-gen ist, und die sich dennoch so oft in Grund-sätzen und im Verhalten mit diesen Feinden der-selben verbinden. O unselige Verblendung un-serer Zeiten, die dem allenthalben einbrechendenVerderben, von selbst den Eingang eröffnet!Geist der Eitelkeit und des Wahns, der umgroß und ehrwürdig zu scheinen, alles verachtetund mit Füßen tritt, was groß und ehrwürdigmacht! O schwankende und traurige Staats-kunst, prahlend mit dem Glücke und der Wohl-farth der Völker, während dem sie selbst dieGrundlage derselben zerstört, oder doch ruhigzusieht, wenn sie von andern zerstört wird!Welche das Gebäude ihrer Glückseligkeit leichtauf den Sand baut, und es dann nicht begreifen kann, wenn es im Sturme nicht aushält!Wieviel Unglück habt ihr allenthalben verbreitet!In welches unübersehbare, nicht mehr zu berech-nende Elend, ganze Nationen gestürzt? Welchegehäufte Leiden, selbst der spätesten Zukunft be-reitet! Und noch könnt ihr nicht von eurerVerblendung zurückkommen! Noch nicht von je-nem täuschenden Traume, der eingebildeten Weis-heit erwachen! Mitten in dem alles verheeren-den Sturme kalt und gleichgültig noch, gegendas einzige, so leichte, und so sichere Rettungs-mit⸗
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3 (1800)
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