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188stellte Muster der höchsten Weisheit und Güte,dem ich nachahmen, und immer ähnlicher wer-den soll! Der Gedanke, der mich über alle Rei-zungen der Sinnlichkeit, über alle Blindwerkeder Welt erhebende Gedanke, daß dieses Musterder höchsten Weisheit und Güte, dieser Urquellaller Vollkommenheit, mein Vater, der untrüg-liche, allenthalben gegenwärtige Zeuge meinesganzen Verhaltens, meiner Geſinnungen ſowohlals meiner Handlungen ist, und dereinst derunpartheyische, gerechte Vergelter derselben seynwerde! Nun sind alle Gebote der Vernunft,zugleich unverwerfliche, geheiligte Befehle mei-nes Schöpfers, meines höchsten Oberherrn, mei-nes Vaters und Richters! Eben so sehr über alleZweifel, als alle Dunkelheiten erhaben! SeinWlle sowohl als sein Muster sind die unverletz-liche Nichtschnur meines ganzen Verhaltens, sowie zugleich das deutlichste Gesetz meiner eige-nen Vernunft! Und doch ist es nun nicht mehrdiese allein, nach welcher ich jenes betrachte! Ichsehe es in dem reinsten Lichte, mit dem AugeGottes, des unbeflektesten, heiligsten Wesens,der Quelle alles Verstandes und aller Weisheit!Meine Vernunft ist über sich selbst erhaben, sieist nun erst ganz rein, ganz lauter und unpar-theyisch geworden! — Die Religion thut nochmehr. Sie kommt der Vernunft in der Beförderungder Sittlichkeit noch kräftiger zu Hülfe. Sie befiehltmir