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186meiner geistigen und sinnlichen Natur, zwischenmeinen Grundsätzen und meinen Neigungen,zwischen meiner Pflicht und meinem, obwohl oftnur blendenden, Vortheile! Was wird mirKraft und Stärke verleihen, in diesem Kampfeauszuharren, und meinen Grundsätzen, meinerPflicht, auch mitten unter allen Reizen desLasters, mitten unter drohenden Gefahren, selbstim Sturme des Leidens, im Angesichte des Todes, standhaft ergeben zu bleiben? Meine Ver-nunft? aber hat sie mich nicht so oft schon indiesem harten, und oft so ungleichen Kampfeperlaſſen, in welchem die ganze Macht der Sinn-lichkeit, durch Lockungen und Reizungen desLaſters verſtaͤrkt, gegen allgemeine, auf tiefſin-nigen Betrachtungen ruhende Grundsätze, strei-tet? Sind diese wohl ihrer Natur nach, im-mer einleuchtend und wirksam genug, um mirzu einem Siege zu helfen, von dessen Erin-gung nichts geringeres, als meine eigene Wür-de, und meine dauerhafte Wohlfahrt abhängt?Und muß nicht schon der Umstand in tausendFällen ihre Kraft und Hülfe schwächen, daß esnicht etwa die allgemeine Vernunft ſelbſt,sondern meine eigene ist, von welcher ichdiese erwarte? Die Vernunft im Allgemeinen,mag ganz richtig ſchließen, die meinige kannsich oft und vielfältig irren. Jene ist ein sehr un-ig unbeſtechlicher Richter; die-partheyischer, völ