Druckschrift 
3 (1800)
Seite
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171dig, werth meines unbegrenzten Vertrauens,und meiner feurigsten Liebe. Meine Vernunftstaunt darüber, mitten in einer Welt voll Lasterund Elend, voll falscher Weisheit und Trugs,aus einem einsamen Winkel Judäas eine Lehrehervorgehen zu sehen, welche alle künstlichen Ge-bäude der menschlichen Weisheit en Wahrheit,Reinheit und Würde unendlich übertrifft, denmenschlichen Geist über seine ersten und wich-tigsten Bedürfnisse befriedigt, ihn lichtvoll undklar aus den mannichfaltigsten und traurigstenVerirrungen, auf den Weg der Wahrheit undGewißheit zurückführt, welche ihn mit sich selbstund mit der Gottheit vereinigt! Ich erkenneund fühle es innig und tief, daß diese Lehremich und meine Brüder weiser und besser, zu-friedener und getroster, hier und dort glücklichermacht; daß sie uns mit sanfter und sichererHand, auf dem Pfade der Pflicht und Tugendzum Ziele unſerer Beſtimmung, zur höherenVollkommenheit leitet. In dieser Erkenntniß,in diesem Gefühle hebe ich meine Augen zurQuelle des Lichts und der Wahrheit empor, undwiederhohle dankbar und froh meines Erlösersrührende Worte: Das ist das ewige Le-ben, daß wir dich, den wahren Gott, undden, welchen du uns gefandt haſt, Je-ſum Chriſtum erkennen. — Und wie kannich das Leben des Stifters dieſer Lehre betrach,ten,