171—wunderung und Staunen, und bey dessen Vol-lendung in Entzücken und Wonne verlieren?Wie könnte ich dem meinen Glauben versagender schon bloß durch den Willen ein solchesGeschäffte zu übernehmen, und noch mehr durchdie wirkliche Unternehmung desselben, seinenhöhern, göttlichen Ursprung so deutlich verräth,und mein uneingeschränktestes Vertrauen, meineund meines ganzen Geschlechtes feurigste Liebeverdient? Wie könnte ich dem meinen Glaubenversagen, welchen Gott durch die ausserordent-lichsten Schicksale im Leben, im Tode und nachdem Tode, für seinen Sohn und Gesandten er-klärt? Ja ich verehre in ihm nicht nur einenehrwürdigen menschlichen Weisen, sondern ei-nen noch viel ehrwürdigeren, von Gott geſand-ten Ausleger seines Willens; einen Erretter,einen Wiederhersteller, einen Lehrer und Führerder Menschheit! Seine Worte, seine Beleh-rungen, seine Anweisungen und Verheißungensind in meinen Augen nicht etwa nur schön undvortreflich, sondern göttlich wahr und gewiß! —Und sind es nicht, wie dort einer seiner frühernJünger sagte, Worte des ewigen Lebensnicht Lehre und Anweisungen zur höheren Vollkommenheit, zum ewig daurenden Glücke? Wennich auch von seiner Person und seinen Schicksa-len wegsehe, und nur allein diese betrachte,so wird er mir dadurch schon über alles ehrwür-dig,
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3 (1800)
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171
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