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168und ans Licht bringen, die verkannte Tu-gend belohnen, so wie das verlarvte Laster be-strafen werde. — Zwar soll ich seinen Willen,die Gebote der Pflicht und Tugend, nicht um-schnöden Gewinnst, oder aus knechtischer Furchtvor der Strafe erfüllen. Wie könnte ihm daswohlgefallen? Dann hätte ich ja, auch bey ei-nem äußerlich ehrbaren Leben, nach der Lehremeines Erlösers, meinen Lohn schon da-hin. Es ist ja nicht ein knechtischer,sondern ein kindlicher Geist, kein selavi-ſcher Sinn, ſondern ein Sinn voll Vertrauenund Liebe, den wir von ihm empfangen, deruns, als seine Kinder, belebt. Nein die innereSchönheit und Würde der Tugend, der unab-lässige Blick auf meine Bestimmung, die reinsteLiebe zu ihm, dem unerschöpflichen Urquell allerWahrheit und Güte, muß mich ermuntern undspornen, den Weg der Wahrheit und Pflichtgerade und standhaft zu wandeln. EigennützigeTugend ist keine Tugend. Aber werde ich nichtin meinem sittlichen, Gott ähnlichen und wohl-gefälligen Verhalten, durch die Gewißheit ge-stärkt, daß Pflicht und Tugend auch jenseits desGrabes noch gelten, daß sie allein da gelten,und allein den Menſchen beglücken? Daß michdas Andenken eines pflichtmäßigen und edlenVerhaltens nicht nur ins höhere Leben begleiten,sondern auch in andern Theilen des unermeß-lichen