166wart stärkt mich! Ich leide, aber nach seinemWillen. Trübsale umringen mich. Aber unterseiner Aufsicht und Leitung. Nach dem Willen,unter der Aufsicht und Leitung meines Vaters imHimmel übernehme und trinke ich getrost selbstden bittersten Kelch! Denn das stärkt und bewährtmeine Tugend. Das übt mich in so vielen Artendes Guten, und bringt mich auf dem Wege derVollkommenheit weiter. Wie sollte ich dann, inseiner Gegenwart, vor Leiden und Trübsal erschre-cken? Wie dadurch verzagt und muthloß in mei-ner Pflichterfüllung werden? Nein, auch hier soller Zeuge seyn, daß ich sein Kind bin, und ihnals meinen Vater verehre. Auch diese will ich,nach seinem Willen, nach seinen Vorschriften, zumeiner Besserung und Vervollkommnung benutzen!Ist er doch ein Vater, der feine Kinder nur vä-terlich, und aus Liebe züchtigt! der sich derer an-nimmt, die zu ihm ihre Zuflucht nehmen, diestets auf ihn hoffen und trauen! Ist er doch auchnicht ferne von mir. Fällt doch ohne seinenWillen, kein Sperling zur Erde, undkein Haar von meinem Haupte. — Jader Gedanke an ihn, mein höchstes und vollkom-menstes Vorbild, den untrüglichen und allenthal-ben gegenwärtigen Zeugen meines Verhaltenssoll mich erwecken und stärken zum Guten, sollmich stärken im Kampfe gegen Sünde und Laster,ſtärken in Leiden und Trübſal. Und das um ſoviel
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3 (1800)
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