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164nicht verborgen! welch ein Antrieb für mich, umgut zu seyn, und immer besser zu werden! wel-che Freude für mich, seines Wohlgefallens undBeyfalls durch ein gutes Gewissen versichert zuseyn! welcher Trost und welche Beruhigung fürmich, wenn mich die Welt verkennt, und mirmeine besten Absichten und Handlungen mitSchmach und Undank vergilt, mich dann dochder Gunſt und Liebe des vollkommenſten, desreinsten Wesens versichern zu dürfen! Und mitwelcher Kraft, mit welchem unüberwindlichenMuthe erfüllt und belebt mich nicht der Gedan-ke, daß Gott, der Ewige, der Unendliche, meinZeuge ist, wenn mich meine Lüste, oder meineNebenmenschen zum Bösen, zur Unsittlichkeit,versuchen, antreiben, zwingen wollen! Werde ichihren Lockungen, ihren Verſuchungen, ihrem ge-bietrischen Rufe, in der Gegenwart unter den Au-gen, meines Vaters gehorchen, der selbst so gutund vollkommen ist, und mir auf dem Wege derPflicht und Tugend, ſeine Güte, ſeine Vollkom-menheit, nachzuahmen befiehlt? Werde ich es wa-gen, in seiner Gegenwart, unter seinen Augenselbst dann das Böse zu wollen oder zu thunwenn ich es ungesehen und ungestraft vor denMenschen, aber doch nicht ohne sein Wissen, undſein Mißfallen thun kann? Wird mich nicht derGedanke an ihn, an seine Allwissenheit und All-gegenwart, allenthalben, in der Einsamkeit wiein