155von jener, nothwendig auch der Grund von die-ser seyn müsse.In dieser Rücksicht wollen wir es nun näherzeigen:Vorerst: daß die Religion JesuChriſti die Sittlichkeit eines Volkesin einem hohen Grade befördere.Demnächst: daß sie dieses weit mehr,und viel ſicherer noch, als jedes an-dere Beförderungsmittel derſelbenthue. Undendlich: daß sie deßwegen die Grund-lage jeder guten Regierung zu heissenund zu seyn, mit vollem Rechte, ver-diene.Die Sittlichkeit ist nichts anders alsdie Neigung und Fertigkeit der Stimme derPflicht, aus lebendiger Erkenntniß und innigemGefühle des Wahren und Guten, zu gehorchen-so wie die Unsittlichkeit in der überwie-genden Neigung und der Fertigkeit besteht, dieseStimme zu unterdrücken, und nur dem Geſchreyder Sinnlichkeit, der Leidenſchaften und Lüſtezu folgen. Ein Volk ist mehr oder wenigerſittlich gut, oder tugendhaft und rechtſchaffen,je nachdem mehr oder weniger von ſeinen Glie-dern, die Pflichten, die ihnen als Men-schen
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3 (1800)
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